Toskana Reise: Nikon B500 Einsteiger MegaZoom Kamera

Toskana Reise: Nikon B500 Einsteiger MegaZoom Kamera

3. November 2016 0 Von Steve
Geschätzte Lesezeit: < 1 Minute

Die Nikon B500 eine MegaZoom Kamera für alle die es lieben nur den Auslöser zu drücken. Was war das für ein Highlight als ich mir vor zig Jahren die Panasonic FZ30 mit 12fach Zoom gekauft habe. Kein Objektivwechsel mehr, von Nah bis Fern alles in einem Gerät vereint. Nikon bringt mit der B500 genau diese Möglichkeiten zurück.

Wir haben uns schon so einige MegaZoom Kompakt und Bridge Kameras angesehen (zum Test), zu Letzt die Sony HSX90V (zum Test). Die Nikon B500 jedoch hat 3 Besonderheiten gleich mit dabei. Zum einen ein Ultra-Weitwinkel von 22,5mm und ein optisches Zoom von 40fach bis 900mm. Ebenso ermöglicht sie direkt am Objektiv den Zoom zu betätigen.

Unboxing

Im Karton liegt alles bei was man für einen guten Start benötigt. Die Kamera Nikon B500, einen Tragegurt, eine Objektivschutzkappe und ein Datenkabel. Wo ist der Akku? Richtig der fehlt bei der Nikon B500. Hier werden normale AA-Batterien benötigt.

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Handling und Funktionen der B500

Dann schauen wir und mal die Nikon B500 von allen Seiten an. Zugegeben Kompakt Kameras erreichen auch heute schon Zoom-Brennweiten bis 30fachen optischen Zoom. Warum also zu so einer großen Nikon B500 Bridge Kamera greifen.

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Der Vorteil liegt im Handling. Dank der großen Griffmulde ermöglicht die Nikon B500 die Kamera quasi richtig anzupacken. Gerade beim größeren Entfernungen und auch bei geringfügig verzögerte Auslösungen kann man so das Bild zusätzlich zum integrierten Stabilisator besser ruhig halten. Die linke Hand nutzt man um das Objektiv zu stützen sowie mit dem Daumen die Zoomstufen zu definieren.

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Display

Dank dem um 90 Grad noch oben und 45 Grad nach unten kippbaren Display, ist es stets möglich aus fast jeder Position zu fotografieren.  – Selfie Fans müssen hier leider passen. Außer man nutzt das Nikon App um per Bluetooth gekoppelt die Kamera zu steuern. Das Display misst eine Diagonale von 3 Zoll und löst mit beachtlichen 921.000 Pixel auf. Touchscreen ist keiner verbaut.

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Objektiv

Von vorne betrachtet schaut man auf eine riesen Objektiv. Die Lichtstärke beträgt standardmäßige f3,0 auf f6,5 – kein Jubelschrei, bedenkt man was hier für ein großes Zoom verbaut ist, mehr als in Ordnung. Was als echtes Highlight angesehen werden muss ist das Ultra-Weitwinkel mit stolzen 22,5mm nach Kleinbild.

Zwar ist es am Rand ein wenig unscharf und Nahaufnahmen könnten etwas verzerrt aufgenommen werden, wer jedoch diese Brennweite einzusetzen weiß, erhält völlig neue Perspektiven in der Street-Sightseeing-Photographie.

Der integrierte Blitz reicht bis maximal einer Brennweite von 75mm was in etwa ein 5fach Zoom beträgt. Alles darüber hinaus ist der Blitz zwar noch vorhanden leuchtet aber nur mehr einzelne Bereiche aus. Einen extra Blitzschuh hat die Kamera nicht. Die Bridge Nikon D500 schaut gleich mächtig was her wenn man mit dieser Linse auf sein Objekt zielt.

Die Einstellungen werden schnell und unkompliziert per Funktions-Wahlrad erreicht. PASM Funktionen werden von der Nikon B500 nicht unterstützt. Hier steht Auslöser drücken und fertig eher im Fokus. Wer kreativ sein will kann natürlich sich austoben. Neben dem Klassiker Panorama sind auch Filter für verschiedene Szenen dabei, wie Strand, Portrait, Nacht uvm. Wir haben meist im iAuto Modus fotografiert um zu schauen was die Kamera bereits rein aus der Software heraus holt. Die Nikon D500 hat auch eine Szenen Erkennung und somit weiß sie meist ganz gut was eben am besten wäre bevor man den Auslöser drückt.

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Rückseite

Auf der Rückseite ist alles was man sich von einer Digitalkamera heute erwartet. Jede Funktionstaste ist schnell und einfach per Daumen zu erreichen. Danke der großen Griffmulde ist es schier unmöglich das dabei die Kamera einen aus der Hand fällt, damit hält man immer die Kamera fix in der Hand. Einzig und das ist schade: die direkt Aufnahme-Taste für das FullHD 1080p Video ist zu nah an der Daumenmulde und  zugleich zu leichtgängig somit kann es gerne mal vorkommen das man beim Halten an die Taste Video kommt und somit die direkte Aufnahme startet.

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Extra Funktionen der Bridge Nikon B500

Im Großen und Ganzen eine Klassische Bridge Kamera. Mit ein paar Feinheiten. Das erste ist der HDMI Ausgang somit man die Kamera jederzeit direkt mit dem TV und PC-Monitor anschließen kann ebenso ist so eine Live-Ausgabe der Aufnahmen direkt am Monitor möglich.

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Ebenso heute bereits unverzichtbar ist das WLAN und Bluetooth um die Koppelung zwischen Smartphone und Kamera zu ermöglichen. Um dies zu beschleunigen besitzt die Nikon B500 noch zusätzlich das NFC. Die App SNAPBRIDGE dient dabei als Brücke. Bei dauerhafter Koppelung reicht das Smartphone die GPS-Position an die Kamera weiter die diese in den Exifer der Bilddateien integriert. Nun kommen auch Selfie Fans wieder voll auf ihre kosten. Dank Vorschau am Smartphone Display kann man sich endlich wieder selbst ins Szene setzen. Auch das Zoom ist damit jederzeit steuerbar.

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Ein sehr gutes Extra ist die Taste am Objektiv neben der Zoom-Wippe. Diese dient dazu wenn das anvisierte Objekt kurz aus dem Suchfeld verschwindet die Brennweite kurzfristig um 3 Zoom-Stufen zurück zu fahren um somit neu anvisieren zu können.

Lässt man die Taste wieder los fährt das Objektiv zurück auf die zuvor eingestellte Brennweite. Ein Motiv-Verfolgung des Fokus kann ebenso aktiviert werden wie ein manuelles anwählen des Fokus-Punktes.

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Wer der Meinung ist man können mit so einer Kamera schwer Nahaufnahmen erstellen. Klar eine Lichtstärke von f3.0 bringt keinen Profifotografen hinter dem Ofen hervor. Die Nikon B500 richtet sich auch mehr an den Urlaubs-Familien-Fotografen. Genau in diesem Bereich ist die Kamera wirklich gut. Eine Rose freizustellen und dabei den Hintergrund unscharf abzulichten ist ein leichtes mit der Nikon B500. Einfach das Zoom ausfahren und somit den Vordergrund vom Hintergrund abheben.

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Das Zoom reicht nach Kleinbild 22,5mm bis 900mm ein 40fach optischer Zoom dem ein wirklich hervorragender Bildstabilisator beiseitegestellt wurde. Um den Zoom euch besser zeigen zu können haben wir eine Collage erstellt. Noch erstaunlicher sind Aufnahmen die man sonst nie vor die Linse bekommt. Ob nun ein Vogel hoch oben am Baum, ein Steinbock an der anderen Talseite oder einfach nur eine Statue an der Spitze des Kirchturms. Alles holt man sich ganz nah heran.

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Gerade die einfache Bedienung macht Lust auf mehr Bilder zu erstellen als gewöhnlich. Man weiß einfach am Ende stimmt das Bild. Sehr fein und gut gelungen ist die Abstimmung des Weißabgleichs. Zu gerne reißt bei Gegenlicht der Himmel aus. Die Nikon schafft den Spagat sehr gut und lässt noch genug Konturen am Himmel erkennen ohne den Vordergrund zu stark abzudunkeln.

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Wer gerne Panorama Bilder erstellt wird es kennen. Zu oft kommt es vor, dass Schnittfehler und Farbartefakte entstehen können. Die Nikon B500 belichtet im Laufe der Aufnahme immer wieder neu nach und somit erhält man meist immer sauber erstelle Panorama-Aufnahmen. In unserem Beispiel wurde dabei der Vordergrund sehr gut gleichmäßig hell belichtet. Der stark bewölkte Himmel litt ein wenig darunter.

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Das sehr gute Weitwinkel neigt zwar dazu stürzende Linien am Ende zu erhalten. Gerade im Sightseeing spielt hier die Nikon B500 seine Stärken aus. Dank dem klappbaren Display konnten akrobatische Einlagen meist verhindert werden. Gerade in engen Gassen hilft das Weitwinkel enorm um auch hohe Gebäude gut einzufangen.

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Wer die Kamera meist bei schön Wetter einsetzt um nur die schönsten Seiten des Urlaubs vorzuzeigen – wird mit der Nikon nie enttäuscht werden. Die Farbabstimmung ist meist mit dem realen Umfeld stimmig.

So konnten auch wir hier getrost fast schon blind den Auslöser drücken um das Haus im toskanischem Stil zu fotografieren.

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Da unsere Toskana Reise nicht mehr zum Baden geeignet war, bevorzugten wir den Wellnessbereich als Entspannung zum Sightseeing. Ein Ausflug an den Strand war dennoch ein muss. Trotz eher regnerischen Aussichten war das Meer recht ruhig. Hier überzeugte die Kamera Software. Im Vordergrund kommen die Steine im Wasser gut zur Geltung. Im Hintergrund rauscht der Himmel und das Meer sehr stark, scheint in der gewählten Stimmung aber als stimmig.

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Ein besonderes Highlight war der Mond. Als wir in Florenz angekommen sind war es erst ein Halbmond, dennoch mussten wir diesen sogleich aufnehmen. Die Aufnahmen wurden frei Hand erstellt und gerade das ist wirklich erstaunlich wie gut das gelingt. Die Nikon B500 unterstützt zusätzlich einen Dynamic Fine Zoom mit dessen Hilfe man auf ein 80faches 1800mm nach Kleinbild Zoom erhöhen kann. Zwar leidet darunter das Ergebnis gerade bei dunkler Umgebung – um jedoch den Mond ganz nah heran zu holen, reicht es alle Mal. Wir haben bei der Aufnahme im Laufe des Tests von 4:3 auf 16:9 umgestellt. Wer will heute noch 4:3 Bilder am TV betrachten:

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Wer nun glaubte wir hätten den zum damaligen Zeitpunkt den Supermond – Vollmond im Oktober versäumt – so können wir nur antworten. Nein wir haben gewartet und sogar Glück mit dem Wetter gehabt. Der Himmel war wolkenfrei und der Mond schien wirklich zum Greifen nah. Es war sehr hell an diesem Abend. Der gesamte Park in dem wir uns am Heimweg von einer Frattoria befanden, glich mehr einer Blauen Stunde nach den Sonnenuntergang.

Die Nikon bei der Hand konnte nun der Autofokus und der Auto-Weißabgleich zeigen ob sie wirklich mehr als nur Urlaubsbilder knipsen beherrschen. Warum der Himmel rund um den Himmel schwarz wurde und der Mond mehr einer Schwarz/Weiß Aufnahme gleicht? Bewusst ist dieser Effekt nicht so gewählt worden.

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Fazit zur Nikon B500

Zugegeben, privat nutze ich gerne eine Systemkamera (zum Test). Auch mein Smartphone (zum Test) habe ich ständig dabei. Meine erste Bridge Kamera war die Panasonic FZ30, somit kann ich sagen diese Art der Kameras haben mich viele Jahre begleitet. Der Bridge Kamera Bereich ist immer noch stark umkämpft, möchte man gar nicht glauben. Dabei ist hier auch Sony stark vertreten wie mit der HX400V (zum Test). Immer öfters kommen MegaZoom Kompakt Kameras (zum Test) auf den Markt. Worin liegt der Vorteil der Nikon B500?

Beginnen wir beim Preis. Gerade mal 300 Euro kostet das 40fach optisches Zoom Foto-Fernrohr.  Auch wenn die Nikon B500 größer ist als die meist bevorzugten Kompakt-Kameras, in Sachen Handling kann keine Kompakte mit der Bridge mithalten.

Bei der Einfachheit punktet die Nikon ebenso. Viel zum Verstellen gibt es nicht und was sich ändern lässt dient nur für das Resultat am Bild.

Das Weitwinkel von 22,5mm ist selbst im DSLR Bereich ein Luxus und im Kompaktbereich schier undenkbar. Einzig die Outdoor Kamera Olympus TG850 (zum Test) hat stolze 21mm. Das Zoom vom 900mm ist bei Nikon erst der Einstieg bei den Bridge MegaZoom Kameras, da ginge sogar noch mehr. Wir finden das 40fach bringt einen sogar schon den Mond vom Himmel. Wer den Mars entdecken möchte wird wohl zu was Anderes greifen müssen.

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Ein absoluter Hit ist die Ausdauer. Ständiges Display on, stets einer Bildkontrolle, keine Standby und die Kamera immer aktiv. Konnten wir mit einem Satz Batterien 740 Bilder erstellt. Ebenso ein Vorteil. Wer gerne reist kann sich sicher sein, Batterien erhält man auch im entfernteren Winkel der Erde.

Der Bildstabilisator, Weißabgleich und der Fokus arbeitet sehr gut und auch bei schwachen Licht kann die Stimmung ohne Blitz einzufangen werden. Wenn auch bei Auto-ISO die Kamera dann versucht selbst die hinterste Ecke noch Taghell zu bekommen. Wer hier im Menü dies begrenzt wird nette Erinnerungen erhalten.

Der manuelle Fokus ein echter Mehrwert, ermöglich den Vordergrund Unscharf zu bekommen jedoch auch gezielt den Bereich auszuwählen, anstatt immer nur das nähest Objekt anzuvisieren.

Schade, ja wir haben was gefunden. Warum muss ein 4:3 Format als Standard in der Software eingestellt sein. Wer will heute noch in diesem Format fotografieren? Klar, so ein Zoom lässt sich wohl in so kompakten Gehäuse mit größeren Format am Sensor nicht ermöglichen, ein 16:9 sollte reichen. Noch dazu wird es in der Auflösungseinstellung um das Format zu ändern auf der zweiten Seite versteckt angezeigt. 8 Größen-Formate für 4:3 und nur ein 16:9 – fast schon beschämend.

Quelle: Nikon

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