REISE nach Cote d Azur: Olympus OMD-EM5 Mark II – Reisebericht

REISE nach Cote d Azur: Olympus OMD-EM5 Mark II – Reisebericht

24. Juli 2015 0 Von Lassito
Geschätzte Lesezeit: < 1 Minute

Im Mai ging es an die Cote d Azur auf Kulturreise bzw. Städtereise. Da darf natürlich die Kamera nicht fehlen. So der Gedanke, dass doch die nigelnagelneue Olympus OMD-EM5 Mark 2 der richtige Begleiter sei. Angefordert bekommen und gestaunt. Dazu aber mehr gleich.

EINLEITUNG:

Wie bei vielen geht es im Sommer an ein Reiseziel, meistens ans Meer. Bei uns, sprich meiner Freundin und mir ging es heuer an die Cote d Azur in Frankreich. Vielen wird Monaco, Saint Tropez usw. ein Begriff sein weshalb auch wir gerne wissen wollten wo der Adel heute so verkehrt. Deshalb ab ins Auto und ab an die schöne Küste. Im Reisegepäck verstaute ich unser Testexemplar, Olympus OMD-EM5 sowie die beiden mitgelieferten Pro Objektive 12-40mm sowie die Festbrennweite mit 75mm. Ein kleines Reisestativ sowie Speicherkarten und natürlich das Ladegerät waren auch mit dabei.

UNBOXING:

Als das Paket bei uns ankam wussten wir nicht mit was wir rechnen konnten. Wir fragten um eine Olympus Systemkamera an die möglichst reisetauglich sein sollte und geeignete Objektive beinhalten sollte. So freute es mich umso mehr das Paket zu öffnen. Was ich da sah war erste Sahne. Die neue Olympus OMD-EM5 Mark 2 von der alle Welt im Moment spricht. Dazu noch 2 äußerst edle Objektive wie zum einen das Olympus 12-40mm Pro und zum Zweiten das Olympus 75mm Pro Objektiv. Diese Kombi versprach ordentlich Spaß. Noch zu Hause musste ich mich ans Gerät gewöhnen da ich schon lange keine Olympus mehr in Händen hielt. Ich war sozusagen sehr Nikon lastig. Es ging aber recht schnell.

Jetzt aber zum Lieferumfang.

Neben der Kamera war natürlich ein Tragegurt mit Olympus Schriftzug anbei, mehrere Kabel sowie ein externes Ladegerät das dringend gebraucht wird da man die Kamera nicht per microUSB laden kann. Schade eigentlich denn das liebe ich bei so manchen Kameras wie zb der Samsung NX Mini.

HANDLING: 

Klein zu bleiben scheint bei Olympus nicht das Wichtigste zu sein. Die OMD-EM5 Mark II nimmt ordentliche Maße ein zumal man bei 123,7 x 85 x 44,5 mm nicht gerade von klein sprechen kann.  

Ein Gewicht von 469 g (Inklusive Akku und Speicherkarte) ist im Vergleich zu meiner Daily Kamera, Nikon D7000 auch nicht gerade gering. Wer sich aber dann die verwendeten Materialien ansieht kann sich damit aber dann zufrieden geben. Zuerst sei gesagt die neue OMD-EM5 sieht sehr edel aus. Man sieht sofort, das ist kein Billigheimer aus China. Nein das silberfarbene Alu und das verwendete Kunststoff sind sehr gut zusammen gebaut und gefallen auf Anhieb. Einmal in der Hand merkt man die Wertigkeit die Olympus in diese Kamera gesteckt hat.  

Gehen wir ins Detail und sehen und die Kamera in einer Rundsicht an. 

  • Oberseite: 

Moduswählrad (P,S,A,M – Video – Auto – usw.) 

On-Off Wählschalter 

3 Funktionstasten (FN2, FN3, FN4) 

Videoaufnahmetaste 

Auslöser und gleichzeitig Wahlrat für Einstellungen 

Wahlrat für Einstellungen  

Blitzschuh 

 

  • Unterseite: 

Stativgewinde 

Akkufach 

 

  • Vorderseite: 

Objektivgewinde 

Abblendtaste 

 

  • Hinterseite: 

3 Zoll vari-angle, 1037K Punkte 285dpi starkes LCD-Display 

2,3M Punkte auflösender LCD-Sucher, Vergrößerung 1,48x 

4-Wegekreuz mit OK Taste 

4 Funktionstasten (Müll, Menü, Info, Play) 

SENSOR / PROZESSOR / ISO UND AUFLÖSUNG: 

In Sachen Sensor geht Olympus einen eigenen Weg. Die Micro Four Third Kameras sind vom Sensor her etwas kleiner als APS-C Sensoren wie zb in der Nikon D7000. Nichts desto trotz lassen sich mit diesem wunderbare Bilder knipsen die meiner Meinung nach nicht von Kameras mit APS-C zu unterscheiden sind denn auch der Vergleich der Sensoren hält sich größentechnisch im Rahmen. 17,3*13mm misst der 4/3“ LiveMOS mit 16 Megapixel im Vergleich zum 22,2*14,8 APS-C Sensor. 

 

Als Prozessor werkelt der sehr flotte TruePic VII der sicherlich für so manches gelungene Bild verantwortlich ist.  

 

Bei den möglichen Auflösungen schränkt uns Olympus nicht ein. Die gewohnten Seitenverhältnisse wie 4:3 / 3:2 / 16:9 / 6:6 / 3:4 sind in mehreren Auflösungen möglich.  

 

Die Auslösezeiten lesen sich auch recht gut: 

  • 1/8000 – 60 s (in 1/3, 1/2, 1 EV-Schritten) 
  • 1/16000 – 60 s (elektronischer Auslöser) 
  • Bulb-Modus bis zu 30 Minuten 

DISPLAY: 

Ein nein 2 wahre Sahnestücke. Denn als Sucher wird kein Okularsucher verwendet sondern ein LiveView der mit 2,3 Megapixel auflöst. So was „scharfes“ habe ich noch bei keiner Kamera gesehen. Der 3 Zoll Display auf der Hinterseite ist gegenüber dem letzten Modell seitlich mittels Scharnier angeschlagen d.h. man kann das Display nun seitlich wegklappen und in alle Richtungen drehen. Dabei läuft das Scharnier völlig problemlos und rund. 

Der Sucher selbst arbeitet mit einer Vergrößerung von bis zu 1,48 wenn man ein 50mm Objektiv anschraubt. Ansonsten beherrscht er volle 100% Sichtfeldabdeckung was wiederum heißt, was ich sehe fotografiere ich auch.  

Vor dem Test war ich sehr skeptisch ob ich wohl im Urlaub mit dem Sucher zurechtkomme da ich kein Fan von Displayfotografie bin. Ich wurde aber eines besseren belehrt. Es lässt sich alles Wichtige im Display des Sucher einblenden egal ob Wasserwaage, Histogramm, Blendenwert, Autofokusmessfeld usw. Nichts was ein Fotografenherz vermissen könnte fehlt.  

Das rückwärtige Display ist auflösungstechnisch ebenfalls am Puls der Zeit. Mit über einer Million Bildpunkten weiß auch dieses Display zu gefallen. Einzig allein bei Sonnenschein fehlt dem Display die Leuchtkraft. Ansonsten lassen sich auf dem Touchdisplay alle wichtigen Funktionen bedienen. 

BLITZ: 

Ein solcher ist nicht im Gehäuse verbaut. Dafür aber liefert Olympus einen kleinen Blitz mit ,FL-LM3. Dieser wird von der Kamera mit Strom versorgt. Trotz einer Leitzahl von 9,5 lässt er sich drehen und schwenken sodass damit indirektes Blitzen problemlos möglich ist. Externe Systemblitze können mit dem Aufsteckblitz drahtlos angesteuert werden.  Langzeitsynchronisation oder etwa Blitzen auf den zweiten Verschlussvorhang gehören zur Grundausstattung bei Olympus.  

BEDIENUNG: 

Für diejenigen die es unter Punkt Display überlesen haben, der verbaute rückwärtige LCD-Display ist touchfähig dh alle wichtigen Punkte lassen sich über das Display bedienen, sei es die Menüeinstellungen, die Veränderungen von Blendenwerten usw. Aber auch über die beiden Einstellräder auf der Oberseite der Kamera kann man zb je nach eingestelltem Modus 1 oder 2 zb die Blende oder die Zeit verstellen.  

Zugegeben benötigt man schon ein wenig Zeit um sich bei der Olympus zu Recht zu finden. Mir persönlich haben die Einstellmöglichkeiten genügt wenn ich nicht sogar zugeben muss sie waren mir eigentlich zu viel.  

Die OM-D E-M5 Mark II richtet sich meiner Meinung nach aufgrund ihrer vielen Einstellmöglichkeiten an ambitionierte Fotografen. Einsteiger können das schöne Stück per iAuto Modus bedienen denn in diesem macht die Olympus alles alleine, nur abdrücken muss man noch. Sehr schnell und treffsicher ist die Motiverkennung in diesem iAuto Modus. Ist man da mal drüber so lassen sich auch manuell andere Motivprogramme wie Makro, Sport, Sonnenuntergang, oder sogar Dokumente wählen. Einzig allein ein Schwenkpanoramamodus fehlt. 

Will man noch etwas ausgefeilter an die Sache heran gehen und sich kreativ zeigen so lege ich jedem die Art-Filter ans Herz. Solch gute und ausgereifte wie bei Olympus sucht man meiner Meinung nach bei anderen Herstellern. Neben dramatischer Effekt, Weichzeichner, partielle Farbe usw. gibt es nun auch die Möglichkeit mit nur einer Auslösungen sämtliche Art-Filter zu verwenden. Die Kamera berechnet einfach eine Aufnahme für alles Möglichkeiten.  

Wer sich mit dem Fotografieren an sich mehr beschäftigt kann die OMD-EM5 Mark II so richtig fordern z.b. beim Bracketing wo die Mark II bis zu 7 Aufnahmen schafft. Ein plus verdient Olympus auch beim allseits beliebten HDR-Modus. Hier ist man in der Lage bis zu 15 EV zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Bild zu spreizen oder man lässt die Kamera selbst aus 4 Aufnahmen das Bild zusammensetzen. 

Wer schon mal Bulb Aufnahmen gemacht hat kennt das Spiel. Erst am Ende sieht man ob das Bild ausreichend hell wurde oder nicht. Bei der OMD-EM5 Mark II ist das Display während der Aufnahme nicht nur schwarz sondern zeigt in Intervallen den Belichtungsstand an. Das erleichtert ungemein die geschätzte Belichtungszeit einzugrenzen bzw. punktgenau die Belichtung zu beenden.   

Wer dann noch dazu den Live-Composite Mode nutzt wird wahre Wunder erleben. Dieser Modus macht es möglich mehrere Bilder von der Kamera knipsen zu lassen die diese dann automatisch zusammensetzt. Wer jetzt mein es sei ein HDR Modus täuscht sich denn die Kamera fügt immer nur die helleren Bilddetails zum Grundbild hinzu. So ist es möglich Leuchtspuren vor einem Hintergrund entstehen zu lassen ohne dass das Bild überbelichtet wird.  

Auch ein besonderes Lob verdient sich der 5-Achsen Bildstabilisator. Durch diesen wird die Bedienung um einiges erleichtert. Der 16 MP Sensor ist beweglich gelagert sprich kann sich frei in seinem Gehäuse bewegen. Dieser Sensor lässt sich dabei nicht nur verschieben sondern auch etwas drehen. Hier besteht ein klarer Vorteil gegenüber Stabis in Objektiven. Weiters arbeitet der Stabilisator mit jedem angesetztem Objektiv. Zitterhände ade. Aufnahmen aus der Hand bei denen normalerweise ein Stativ notwendig ist lassen sich so erstaunlich gut umsetzten.  

Wer von der OMD-EM5 Mark II schon gehört hat wird auch wissen, dass diese Kamera Bilder mit bis zu 64MP machen kann. Dazu ist es aber nötig die Kamera auf ein Stativ zu stellen und ein statisches Motiv zu wählen. Die Kamera macht dann in schneller Folge mit jeweils um einen halben Pixel versetzten Punkt ein Bild. Zusammengerechnet ergibt sich somit ein 40MP JPEG Bild oder wahlweise ein 64MP RAW Bild.  

Wer meint nun alles zu wissen täuscht sich denn die Olympus besitzt auch ein WLAN Modul mit dem sich Smartphones oder Tablets mit der Kamera verbinden und zb Bilder heruntergeladen werden können. Eine Fernsteuerung darf dabei natürlich nicht fehlen.  

OBJEKTIVE: 

Olympus war so nett und hat uns 2 absolute Prachtstücke mitgesendet. Zum einen das M.ZUIKO DIGITAL ED 12‑40mm 1:2.8 PRO zum zweiten das M.ZUIKO DIGITAL ED 75mm 1:1.8. Beide sind wie sich dem Namen schon entlocken lässt professionelle Objektive mit einer durchgängigen Blende von 2.8 bzw. 1.8.  

 

Die Highlights des zirka 3fach Zooms sprich 12-40mm sind: 

  • High-Speed-Autofokus  
  • ZERO (ZUIKO Extra-low Reflection Optical) reduziert Reflexionen  
  • Staub- und spritzwassergeschützte, frostsichere Konstruktion, auch für professionelle Ansprüche 
  • Programmierbare Fn-Taste
  • Manueller Fokus und verschiebbare Gegenlichtblende  
  • Supersonic Wave Drive Autofokus Motor 

Das 12-40 läuft äußerst leichtgängig fällt aber beim herunterhängen nicht heraus. Weiters lässt sich das Objektiv locker mit dem Blendenring zwischen manuell und Autofokus umschalten. Wer dies nicht weiß verzweifelt am Anfang ein wenig und muss das Internet Bemühen um Klarheit zu bekommen.  

Die Auflösung des Objektivs liegt auf absolutem Profiniveau. So viel Spaß beim Knipsen hatte ich schon lange nicht mehr. Vor allem bei Städtereisen ist dies das passende Objektiv.  

Die Highlights des 75mm Pro Objektivs lesen sich nicht schlechter: 

  • Extra-lichtstark: 1:1.8  
  • Durchdachtes Design, superleicht  
  • Robustes Metallgehäuse  
  • Perfekt korrigierte chromatische und sphärische Aberrationen  
  • ZERO (ZUIKO Extra-low Reflection Optical) reduziert Reflexionen  
  • Für schöne runde Bokehs ohne Vignettierung  
  • MSC-kompatibel: superschnell ​​und leiser AF  
  • Komfortabler MF  

Für mich war das 75mm Objektiv der absolute Hit wenn es um Makrofotografie ging. Umgerechnet in Kleinbild hält man somit ein 150mm Objektiv. Motive sind somit sehr nah. Die Abbildungsleistung dieses Objektivs ist absolute Klasse. Im Vergleich zum meinem Nikon AF-D 60mm 2.8 ist das 75mm von Olympus ein Kracher. Die Schärfe die damit möglich ist sprengt vieles was ich bisher gesehen hatte. Überdies ist das Objektiv sehr handlich und auch im manuellen Modus sehr leicht zu bedienen.  

Mit diesen beiden Objektiven wäre mein notwendiges Equipment fast voll.

VIDEO: 

Im Videobereich hat sich Olympus ordentlich angestrengt. Man hat vieles verbessert und nun das erreicht was sich viele wünschen.  

Zwar muss man sich anstatt 4K mit FullHD begnügen wird aber dafür sehr guter Qualität belohnt. Bei Bildraten von 24, 25, 30, 50 oder 60 Bildern pro Sekunde sind bis zu 77 Mbit/s möglich. Als Format ist neben MP4 auch All-Intra als Wahlmöglichkeit. Der Autofokus ist sehr sanft und schnell. Beim Filmen wird natürlich auch der 5 Achsen Stabi verwendet. Der Ton kann entweder über das integrierte Stereomikrofon oder aber über ein extern angeschlossenes Mikro aufgenommen werden. Der Pegel lässt sich perfekt regeln. Das Fokuspeaking, die Blende, Belichtungszeit oder ISO sind vorhanden und können angepasst werden.   

BILDQUALITÄT: 

Wer der Meinung ist Micro Four Third Sensoren wären schwächer als APS-C Sensoren der irrt sich im Beispiel mit der OMD-EM5 gewaltig. Diese Kamera ist mit den Pro Objektiven in der Lage Bilder zu knipsen die nicht nur im Detailreichtum sondern auch in allen anderen Belangen wie Dynamikumfang, Kontrast usw.  

Bis ISO 3200 ist das Rauschen gering. Die Detailwiedergabe ist bis in hohe ISO zahlen überzeugend.  

Alles in Allem muss man sagen, dass ich schon lange keine so gute Kamera in der Hand hatte auch wenn sie mich von der Bildqualität nicht dazu bewegen wird von meiner Nikon D7000 zu wechseln. Diejenigen die sich aber für die Olympus entscheiden werden erfreut sein wie schön ihre Bilder werden.  

Als Highlight konnten wir die GEISSENS vor die Linse bekommen. Wir lassen aber lieber Bilder sprechen.

 

FAZIT: 

Was bleibt da zu sagen als dass die Olympus sicherlich eine perfekte Kamera ist für diejenigen die sich nicht mit einer DSLR schmücken wollen oder eine Kompakte bevorzugen.  

Die Verarbeitung, die Größe und vor allem das Können spiegeln das wieder für was Olympus seit Jahren bekannt ist.  

Die Einstellmöglichkeiten erfreuen insbesondere ambitionierte Fotografen können aber auch von Einsteigern intuitiv genutzt werden.  

Die Pro Objektive steigern die Bildqualität und sind ihr Geld allemal wert.  

Ein robustes Gehäuse, viele kaufbare Objektive und eine große Community an Olympus Fotografen machen die Olympus OMD-EM5 Mark II zu einer starken Begleiterin.  

Print Friendly, PDF & Email